Schulwoche 11
Die Kamera lügt nie
Sep 20, 2026
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Von

Chiara Schmed
Recherchieren und Schreiben – das sind die Grundlagen des Journalismus. Das hat uns Schulleiter Peter Hossli gleich am ersten Schultag im August 2025 vermittelt.
In dieser 11. Schulwoche – etwas mehr als ein Jahr später – widmeten wir uns dem ersten Teil dieser Gleichung: dem Recherchieren. Da wir am Montag von unserer viertägigen Berlinreise zurückkehrten, begann die Schulwoche erst am Dienstag. Trotz Augenringen und Schlafmangel waren wir bereit, unser journalistisches Wissen zu erweitern. Schlaf ist für neugierige Journalistinnen und Journalisten sowieso überbewertet.
Den Anfang dieser Schulwoche machte Iwan Hächler, der Gründer von «Facts4Future». Er zeigte uns, wie wir gesellschaftliche, mediale und politische Aussagen mit öffentlich zugänglichen Zahlen kritisch untersuchen können. Klingt etwas trocken, ist aber enorm spannend.
Auch unser Schulleiter Peter Hossli übernahm wieder einmal die Rolle des Dozenten. Er stimmte uns auf die Abschlussarbeit ein und meinte, wir sollten ein ambitioniertes Projekt angehen. Und nicht davor zurückschrecken, Fehlverhalten eines Bundesrates zu untersuchen. Bis im Juni nächsten Jahres soll jede und jeder von uns eine investigative Recherche auf die Beine stellen. Die ersten Ideen stehen bereits in den Startlöchern. Ob der Bundesrat im Juni 2027 noch in derselben Zusammensetzung regiert, steht vorerst in den Sternen.





Eine gute Recherche braucht nicht nur eine Frage. Man muss auch wissen, wo man die Antworten findet. Martin Stoll zeigte uns deshalb am Donnerstag, wie wir das Öffentlichkeitsgesetz nutzen können. Mit über 40 Jahren Erfahrung als Journalist und Geschäftsführer von «Öffentlichkeitsgesetz.ch» weiss er, wo Informationen zu finden sind. Und vor allem, wie man an sie herankommt.
Zum krönenden Abschluss ging es am Freitag ins Pressehaus Zürich. Sprecherin Isabelle Paris gab uns am Vormittag Tipps und Tricks für die perfekte Moderation. Am Nachmittag standen wir selbst vor der Kamera. Im Blick-TV-Studio zeichneten drei Gruppen hitzige Diskussionen auf. Dabei lernten wir: Die Kamera lügt nie.
Neun intensive gemeinsame Tage liegen hinter uns. Jetzt tut eine kleine Pause ganz gut. Mitte Oktober sehen wir uns wieder in Zofingen.
Übrigens: Auch in meinem Videobeitrag lügt die Kamera nicht. Ein bisschen Satire ist dennoch mit dabei.





