Schulwoche 9
Zwischen Podcaststudio und internationalem Genf
Jul 10, 2026
Lesezeit
3 Min

Von

Samanta Rebolledo
Montag: Homeoffice statt Klassenzimmer
Diese Woche begann ausnahmsweise nicht in der Villa Römerhalde, sondern im Homeschooling. So hatten wir Zeit, unsere «Ufzgis» fertigzustellen – sprich: den eigenen Podcast und ein Porträt über eine spannende Persönlichkeit zu schreiben. Beides stand schon länger auf der To-do-Liste und musste diese Woche endgültig ins Ziel gebracht werden.
Dienstag: Genf, wir kommen!
Am Dienstag wurde es spannend: Für (fast) alle ging es auf unsere erste Klassenfahrt mit Übernachtung nach Genf. Bevor wir jedoch in den Zug stiegen, schauten wir in Zofingen noch den Film She Said. Er erzählt die Geschichte der beiden Journalistinnen Jodi Kantor und Megan Twohey von der «New York Times», die die Missbrauchsvorwürfe gegen Filmproduzent Harvey Weinstein aufdeckten und damit die #MeToo-Bewegung ins Rollen brachten. Ein Film, der ziemlich eindrücklich zeigt, wie viel Geduld, Hartnäckigkeit und Mut hinter einer grossen Recherche stecken.
Danach hiess es: Taschen schnappen und ab in den Zug.
Nach dem Einchecken im Hotel zog es uns aber nicht aufs Zimmer, sondern direkt in die Stadt. Erst stärkten wir uns bei einer Pizza, bevor wir natürlich noch den Jet d'Eau– oder wie Peter sagen würde: «de Brunne» –anschauten.




Nach einer kleinen Fotosession ging es weiter zum nächsten Programmpunkt: Fussball. Das Lustige: Ohne dass wir uns abgesprochen hatten, tauchte die halbe Klasse im Schweizer Nati-Trikot auf. Also war klar: Ab ins Public Viewing. Gemeinsam fieberten wir mit, jubelten und feierten am Ende natürlich auch den Schweizer Sieg :)
Mittwoch: Mitten im internationalen Genf
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der internationalen Organisationen. Los ging es beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), wo wir erfuhren, wie die Organisation mit den Medien zusammenarbeitet und welche Herausforderungen Desinformation und KI in Krisengebieten mit sich bringen. Anschliessend besuchten wir das Museum, bevor es nach dem Sicherheitscheck aufs UNO-Gelände ging. Dort gab es beim Mittagessen die Gelegenheit, sich mit Auslandskorrespondentinnen und -korrespondenten auszutauschen.
Am Nachmittag bekamen wir einen exklusiven Einblick in die Medienarbeit der UNO und der WHO. Wie kommuniziert man in globalen Krisen? Wie geht man mit Falschinformationen um? Spannende Fragen und noch spannendere Antworten.
Zum Abschluss durften wir das Palais des Nations bei einer Führung besichtigen und den Tag mit der «Together Experience» ausklingen lassen.
Donnerstag: Podcast-Time
Am Donnerstag hiess es: Bühne frei für unsere Podcasts. Gemeinsam mit Franziska Engelhardt hörten wir uns die fertigen Produktionen an, und natürlich gab es direkt ehrliches Feedback.
Die Themen hätten kaum unterschiedlicher sein können. Nur ein paar Beispiele: Hannah brachte mit «Sounds of Garden» Gartengeräusche ins Klassenzimmer, Debbie und Chiara wagten ein Selbstexperiment im Videopodcast, Joël präsentierte einen Ausschnitt aus dem Energy-Podcast «Ersatzbankgeflüster» und Jovana stellte in ihrem Podcast spannende Kulturtipps aus der Region vor.
Freitag: Aus dem Nähkästchen
Zum Abschluss der Woche bekamen wir Besuch von Peter Rothenbühler. Er sprach mit uns über die Grenzen des Journalismus, erzählte von Situationen, in denen schwierige Entscheidungen getroffen werden mussten, und gab mit der einen oder anderen Anekdote Einblick in seine lange Karriere. Ein spannender Abschluss unserer Woche.





